Magento: Mail-Templates anpassen

Magento ist sehr flexibel und man kann vieles frei einstellen. Es gibt natürlich auch bei diesem Shop-System “Leichen im Keller”, die verwundern. Ein Beispiel dafür ist der Mail-Template-Editor, der ohne Vorkenntnisse schwer zu durchschauen ist.

Eine eine kurze Anleitung

Wenn man in Magento die Seite

System -> Transaktions-E-Mails

aufruft, sieht man zunächst rein gar nichts und wundert sich, wo nun die Templates abgeblieben sind.

Wo sind sie hin, die Vorlagen?

Im Prinzip ist das System einfach, wenn man sich an folgendes Paradigma hält:

Magento verfügt über eine ganze Reihe interner Mail-Vorlagen. Das sind die Standard-Vorlagen mit Magento-Logo und generischen Grußformeln. Diese Vorlagen werden immer benutzt, es sei denn, der Shop-Betreiber erstellt eigene und lässt Magento diese diese Vorlagen verwenden.

Vorgehensweise

Lassen Sie uns eine Bestellbestätigung anpassen.

Schritt 1: Rufen Sie den Mail-Vorlagen-Editor auf unter

System -> Transaktions-E-Mails

und klicken Sie auf “Neue Vorlage”. Unter Vorlage wählen Sie “New Order” oder “Neue Bestellung” und klicken auf “Vorlage laden”. Die Vorlage wird nun geladen und ist bereit für Ihre Anpassungen. Vor dem Speichern geben Sie der Vorlage noch einen eindeutigen Vorlagenamen. Die Vorlage wird dann oben rechts mit “Vorlage speichern” gesichert.

Schritt 2: Noch wird die Vorlage nicht automatisch verwendet. Man muss dem Shop nun mitteilen, dass er nicht die Standard-Vorlage, sondern eine angepasste verwenden soll. Unter

System -> Konfiguration -> Verkäufe -> Verkaufs-E-Mails -> Bestellung

finden Sie die Möglichkeit, das einzustellen. Bei “Neue Bestellbestätigung” wählen Sie den Vorlagennamen aus, den Sie für die eigene angepasste Vorlage verwendet haben und klicken dann auf “Konfiguration speichern”.

Das wars. Jedenfalls für eine Vorlage.

Bitte ändern Sie Ihr Kennwort

Manche Kunden senden mir Zugangsdaten per Mail zu, in der Regel unverschlüsselt. Das ist zwar angenehmer, als Kennworter und Benutzernamen per Buchstabiertafel oder gar NATO-Alphabet telefonisch zu übermitteln, aber auch recht fahrlässig. Sensible Daten wie auf einer Postkarte für jeden sichtbar zu verschicken, ist nicht sicher.

Mein Horror ist, dass die Zugangsdaten abgefangen werden, der Kundenserver dann von Kriminellen missbraucht wird und ich dessen beschuldigt werde.

Dabei habe ich bei mir lokal relativ hohe Sicherheitsstandards: Meine Mails sind per GPG signiert und werden grundsätzlich verschlüsselt gespeichert. Auf Wunsch übertrage ich Mails auch verschlüsselt — aber gerade das verlangt kein einziger Kunde von mir. Da helfen meine Sicherheitsvorkehrungen dann auch nicht mehr viel, wenn diese Informationen unverschlüsselt durchs Netz gehen.

Meine Bitte daher an alle Kunden, die mir Zugangsdaten per Mail geschickt haben:
Ändern Sie bitte diese Zugangsdaten jetzt! :)

Ob das dann tatsächlich gemacht wird oder nicht überprüfe ich nicht. Meine Kunden sind da natürlich völlig frei.

So, jetzt kann ich einfach auf diesen Beitrag verlinken und spare mir Schreibarbeit :)

Torschlusspanik?

Was gestern und heute nicht alles in neuen Versionen erschienen ist: PHP, VirtualBox, Firefox, Netbeans, Mono, Python… Da sollten wohl Termine eingehalten werden.

OK, das kann ich auch: Scope, die “Haus-Suchmaschine” von Dr. Web, ist heute in der Version 2.0 online gegangen. Die neue Version wurde komplett neu geschrieben. Die wichtigsten Eigenschaften:

  • Scope ist nun ein WordPress-Plugin und
  • basiert auf Zend_Search und Lucene.
  • Der Index wird vollständig transparent verwaltet,
  • Suchergebnisse werden hervorgehoben und
  • können sortiert werden.
  • Der Neuaufbau des Index wurde um den Faktor 2 bis 3 beschleunigt.

Die alte Scope-Version hatte nun einige Jahre auf dem Buckel — da war es an der Zeit, mal ordentlich durchzupusten.

Ausprobieren kann man das neue Scope drüben bei Dr. Web.de mit seinen 4300+ Beiträgen und auch auf dieser Website.

Tage wie dieser

Hm… Ich mache meine Arbeit wirklich gern, alle meine Kunden wissen das. Aber manchmal… Ich mache also eine “Tech Demo” für einen Kunden. Über dem, was ich dem Kunden zeigen möchte, steht steht oben dick “(Tech Demo)”. Man beachte das “Tech Demo”. Was macht der Kunde? Er bemängelt natürlich die Gestaltung der Tech Demo.

Ja, so kanns gehen :) und dann leidet mein Enthusiasmus etwas. Man geht in die Ecke des Raumes und vergießt still eine Träne. Aber das gibt sich schnell wieder.

Browser-Unterstützung

Nach welchen Kriterien setzen sich bei mir die Kosten für die Browser-Unterstützung zusammen?

Ich unterscheide drei Klassen der Browser-Unterstützung:

  • Klasse 1 beinhaltet vollständige Unterstützung aller modernen und verbreiteten Browser: Firefox 2 und 3, Internet Explorer 7 und 8, Chrome neueste Version, Opera neueste Version, Safari neueste Version. Alte Browser wie Internet Explorer 6 und Firefox 1.5 werden “funktional” berücksichtigt — die wichtigsten Funktionen einer Website oder Web-Anwendung lassen sich auch mit diesen alten Browsern nutzen. Die Klasse beinhaltet die Berücksichtigung einer Teilmenge der BITV. Das ist die Standard-Klasse, die 99% meiner Kunden wählen.
  • Klasse A schließt Klasse 1 ein, darüber hinaus gehören hierzu noch Internet Explorer 6 und Firefox 1.5, d.h. auch Layout und Design entsprechen in diesen Browsern den Vorlagen.
  • Klasse “+” (also 1+ oder A+) beinhaltet jeweils Klasse 1 oder A sowie den gesamten Umfang der BITV.

Klasse A beinhaltet gegenüber Klasse 1 einen ganz erheblichen Mehraufwand, weil insbesondere der IE6 stark veraltet ist und, je mehr Zeit vergeht, im Verhältnis zu modernen Browsern auch immer mehr Aufwand getrieben werden muss, um diesen Browser noch zu unterstützen — denn die Arbeitsprozesse orientieren sich an den Möglichkeiten aktueller Technik.

Firefox 1.5 wird in einigen Teilen der Welt noch intensiv genutzt, so dass es bei internationalen Websites durchaus Sinn ergeben kann, diesen Browser explizit zu unterstützen.

Normalerweise berücksichtige ich bei meiner Arbeit die meisten BITV-Vorgaben. Ich orientiere mich dabei an den Vorgaben, die für die meisten Menschen sinnvoll sind oder keinen besonderen Mehraufwand bedeuten. Mit der optionalen Klasse “+” kann ich mich enger an die BITV halten, so dass das Endergebnis vollständig barrierefrei ist.

Nachtrag zu “Count RSS subscribers without Feedburner”

Ein Nachtrag zu Count RSS subscribers without Feedburner. Auf Deutsch, bin grad in Eile:

Feed-Abonnenten können nicht anhand der IP-Adresse allein unterschieden werden (da gibts wohl einige Missverständnisse)… :) Man muss daher noch weitere Merkmale hinzunehmen. Bei Smash nehme ich die Browser-Einstellungen. Wenn man die ändert, nützt das natürlich auch nichts mehr. Aber erstens macht das nicht jeder ständig und zweitens gehts hier ja nicht um eine hochwissenschaftliche Zählung.

Bei Aggregatoren kann man weder die IP-Adresse noch die Browser-Einstellungen zur Unterscheidung verwenden. Man muss sich darauf verlassen, dass die Aggregatoren eine Art von ID mitsenden, damit man unterscheiden kann, ob sie nun gerade

  • http://www.example.com/rss?ver=x oder
  • http://www.example.com/rss?ver=y

abrufen. Tun sie es nicht, ist man verloren und man kann die Zugriffe dieser Aggregatoren nicht korrekt zählen. (Nähere Erklärung dazu: Bei Smash gibts einige Feed-Umleitungen, daher weiß man manchmal nicht, was für eine Adresse eigentlich abgerufen wurde.) Google sendet übrigens mal die Abonnentenzahlen, und mal nicht. Ein System dahinter konnte ich noch nicht erkennen. Man muss die Werte daher zwischenspeichern und ggf. hoch- bzw. runterrechnen.

Jedenfalls funktioniert diese Methode recht zuverlässig. In der Woche ist Smash bei ca. 115.000 Abonnenten, am Wochenende ein paar tausend weniger. Pro Woche kommen ca. 1000-2000 hinzu (habs nicht gezählt). Scheint gut zu laufen :)